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Hier weiter mit: Ungarischer Paprika HF.: Ich dachte immer, es gäbe
mindestens 5 Sorten Gewürzpaprika. Hier auf dem Markt sehe ich
fast nur "süss" und "scharf" im Angebot. Ist den Ungarn
die Sortenvielfalt beim Pulver abhanden gekommen? Zsuzsanna: Na, mindestens drei Sorten sollten es schon sein: süss, edelsüss und scharf. Eigentlich reichen süss und scharf, denn man kann sich die Zwischenstufen ja selber mischen, was ich je nach Gericht tue. Das Verschwinden einiger Sorten hat auch mit diversen Skandalen bei der Herstellung zu tun. Da war dann auch mal sehr schön rotes Ziegelsteinpulver in der Packung. Ganz edle Sorten aus besonderen Paprikasorten sind schlicht zu teuer geworden und vom Markt verschwunden. Paprikakauf ist auch Vertrauenssache. HF.: Gibt es Paprika eigentlich auch in flüssiger Form? Zsuzsanna: Das soll vorkommen, früher besonders als schwarz gebrannter Paprikawodka. Dann gibt es Likör und Honigwein mit Paprikanote. Das Speiseöl mit eingelegten scharfen Paprikaschoten ist auch flüssig. Eher cremig ist Piros Arany, eine Art Paprikamark. Ganz zu schweigen von den diversen Paprikasaucen. Ich habe einen Neffen, der schüttet das wie Ketchup über fast alles Essbares. Du siehst, die ungarische Jugend hat den Geschmack für Paprika nicht verloren. HF.: Das beruhigt mich, Zsuzsanna, besten Dank für dieses Gespräch. |
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Den Geschmack jagen "Normalerweise bringst du mir feste Beute heim. Diese blassgelbe Flüssigkeit verspricht nichts Gutes. Was schwimmt denn da als U-Boot in der Flasche?", protestiert Frau Caro, als der Geschmacksjäger ihr die in der Budapester Markthalle mühsam ausfindig gemachte Flasche Rona Paprikaschnaps darbietet.
"Jetzt sei mal nicht undankbar. Ich habe dutzende von Paprikaständen abgeklappert, um dieses sagenumwobene Destillat - nur echt mit der Schote im Flaschenhals - zu finden. Paprika in Gemüseform oder als Pulver kann jeder anschleppen, aber diese wie auch immer mit Honig versetzte Paprika Escenzia gilt als "hervorragendes ungarisches Lebensmittel" und hat auf diversen "Foodapester" Fressmessen Medaillen gewonnen. Paprika-Palinka ist eine38 %iger Schnaps und gilt als alte Bauernmedizin, mit deren Hilfe das Malariafieber aus der Pusta vertrieben wurde", hält der Geschmacksjäger dagegen. "Ich ahne Fürchterliches. Also, lass mal schmecken. Himmel, das duftet wie das Poliermittel für meine Möbel. Der Alkohol sticht derart in die Nase, damit könnte man auch gut verstopfte Abflüsse durchpusten. Immerhin, eine leichte Paprikanote rieche ich. Na dann, Prost! Bring mir sofort ein Glas Wasser, dieses tückische Zeug schmeckt anfangs noch honigmild, aber dann haut es dir eine Eisenstange über die Zunge vor lauter Schärfe. Der ganze Mund- und Rachenraum brennt, willst du mich umbringen?", protestiert die Jägersgattin nach dem ersten und letzten Schluck. "Sorry, das muss man mal erlebt haben, um zu verstehen wie das Alkaloid Capsaicin aus dem Paprika wirkt. Nur feurige Ungarn schaffen es, in ihrer Geschmackspalette Honigsüsses und Paprikascharfes zu verbinden und das auch noch schadensfrei zu trinken. Aber du darfst das Zeug künftig gerne zum Möbel polieren benutzen", räumt der Geschmacksjäger verständnisvoll ein. (HF) |
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Poulet basquaise und Escoffiers Paparikahuhn
Apellation Ezpelatko biperra |
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© 2007-2009 Hermann Fahrenkrug |
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